Eine nachhaltige Gesellschaft braucht Suffizienz


Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Vieles wird für deren Umsetzung getan, wobei meist auf die Karte Effizienz gesetzt wird. Der Erfolg bleibt bescheiden. Wir wissen, dass wir nur eine Erde haben, verhalten uns aber weiterhin unersättlich. Effizienz ist sinnvoll, man kann aber auch auf effiziente Weise zuviel verbrauchen. Deshalb ist Suffizienz für eine nachhaltige Gesellschaft unabdingbar.

Suffizienz bedeutet soviel wie Genügsamkeit oder Angemessenheit. Sie geht davon aus, dass es ein Genug gibt, dass man satt sein kann. Suffizienz hat nichts mit Mangel zu tun. Es geht vielmehr darum „von nichts zuviel“ zu haben und der Begrenztheit der Ressourcen Rechnung zu tragen.

Die 10. Ausgabe des Studio!Sus behandelte das Thema Suffizienz ausführlich:

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stopp wachstum


Die Grüne Bewegung entstand vor 35 Jahren als Antwort auf die Erkenntnisse des Club of Rome: Ständiges Wirtschaftswachstum basiert auf Raubbau an den begrenzten natürlichen Ressourcen, zerstört die Lebensgrundlagen des Menschen und stellt die Zukunft des Planeten in Frage.

Mit dem dramatischen Klimawandel sind die Folgen der hemmungslosen Wachstumspolitik für alle sichtbar. Gefragt sind heute dringender denn je eine Begrenzung von Produktion, Konsum, Investitionen, Energie- und Rohstoffverbrauch auf ein global verträgliches Mass.

Wer behauptet, soziale Gerechtigkeit lasse sich nur durch ständiges Wachstum finanzieren, zerstört auf die Dauer alle Grundlagen für eine friedliche und gerechte Gesellschaft.

Auch mit Energieeffizienz allein ist das Klima nicht zu retten. Es braucht eine globalverträgliche Lebens- und Wirtschaftsweise, wie sie die Décroissance-Bewegung fordert.

Wir als GrünAlternative wollen Suffizienz. Denn um die Frage, wie viel genug ist, kommt eine nachhaltige Wirtschaftsweise nicht herum. Statt des absurden immer mehr wollen Müssens von heute sollen wieder Notwendigkeit und Bedürfnis Ausgangspunkt von Wirtschaftsaktivitäten werden. Ganz nach Mahatma Gandhis Einsicht: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Das heisst: Weniger Auto fahren, Flüge vermeiden, weniger tierische Lebensmittel, Wohnraum nicht verschwenden und Produkte möglichst aus der Nähe einkaufen. Die Unterstützung lokaler Produktion und kostendeckende Lebensmittelpreise sind zudem wichtige Voraussetzungen, damit das Bauernsterben und die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten aufgehalten werden können.

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